Von Gott selbst erwählt
Wir Christen wurden von Gott selbst erwählt, um einen ganz bestimmten Auftrag zu erfüllen. Paulus beschreibt diesen Weg im Philipperbrief. Jesus hat uns als seine Nachfolger dazu berufen, fruchtbar zu sein – wie ein Baum, der gute Frucht bringt. Dazu hat er uns von dem „Gewinn dieser Welt“ befreit (vgl. Phil 3,7). Jesus wird uns ergreifen und festhalten.
IMPULS – 2
Januar 2026
Von Gott selbst erwählt
Liebe Freunde,
wir Christen wurden von Gott selbst erwählt, um einen ganz bestimmten Auftrag zu erfüllen. Paulus beschreibt diesen Weg im Philipperbrief:
Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden erachtet. Nicht, dass ich’s schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich jage ihm aber nach, ob ich’s wohl ergreifen könnte, weil ich von Christus Jesus ergriffen bin. Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. (Phil 3,7.12-14)
Jesus hat uns als seine Nachfolger dazu berufen, fruchtbar zu sein – wie ein Baum, der gute Frucht bringt. Dazu hat er uns von dem „Gewinn dieser Welt“ befreit (vgl. Phil 3,7). Jesus wird uns ergreifen und festhalten. Diese Aussage des Paulus ist ein Schlüssel für ein fruchtbares christliches Leben: Wir jagen Christus nach, weil er uns zuerst ergriffen hat.
Wir sind Knechte Jesu Christi geworden (vgl. Phil 1,1). Lass dich ergreifen – festhalten – von Jesus. Lebe mit ihm, sei in ihm, werde wie er.
Jesus selbst sagt:
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er’s euch gebe. (Joh 15,16)
Dieser Vers offenbart eine tiefe Leidenschaft Jesu: eins mit uns zu sein. Er hat uns erwählt mit dem Ziel, ein fruchtbarer Baum zu sein – wie es Psalm 1,1-3 beschreibt:
Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.
Jesus will uns dadurch reich segnen. Paulus schreibt es so: „Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn. (Phil 1,21)
Und weiter schreibt er:
Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. Er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. (Phil 2,5-8)
An dem Tag, an dem Jesus in unser Leben einzog, gehörten wir uns selbst nicht mehr: Ich bin ein Knecht meines Meisters Jesus Christus (vgl. Röm 1,1; Phil 1,1; Phlm 1).
Nur diese Verwandlung von innen nach außen macht unser Leben wirklich fruchtbar. Denn nur solche Frucht bleibt und vermehrt sich – damit der Vater uns schenken kann, worum wir ihn im Namen Jesu bitten.
Unseren Auftrag als Nachfolger Jesu finden wir in folgender Bibelstelle:
Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen und ihr habt mich nicht besucht. (Mt 25,42-43)
Der Schlüssel zur Fruchtbarkeit als Christ steht in Matthäus 25,45: „Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan“.
Indem wir segnen und weitergeben, entsteht Vermehrung Frucht wächst.
Das sehen wir auch in der Speisung der Fünftausend:
Und er nahm die fünf Brote und zwei Fische und sah auf zum Himmel, dankte und brach die Brote und gab sie den Jüngern, dass sie sie ihnen austeilten, und die zwei Fische teilte er unter sie alle. Und sie aßen alle und wurden satt. (Markus 6,41-42)
Geschwister, ich will Frucht bringen – bleibende, sich vermehrende Frucht – indem ich heute alles weitergebe, was Gott, der Vater, mir anvertraut hat. Dazu lesen wir Matthäus 10,42: „Und wer einem dieser Kleinen auch nur einen Becher kalten Wassers zu trinken gibt, weil es ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird nicht um seinen Lohn kommen.“
Diesen Impuls habe ich geschrieben, weil Jesus mich in den vergangenen Wochen aus der grausigen Grube herausgeholt und meine Füße neu auf den Felsen gestellt hat, sodass ich wieder sicher gehen kann, wie es in Psalm 40,2-5 beschrieben wird:
Ich harrte des HERRN, und er neigte sich zu mir und hörte mein Schreien. Er zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann; er hat mir ein neues Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und sich fürchten und auf den HERRN hoffen. Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen!
In Freundschaft
Euer
Brian Williamson
(Alle Bibelzitate, sofern nicht anders angegeben, stammen aus der Lutherbibel 2017.)

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